Durch die Straßen auf und nieder
Durch die Straßen auf und nieder
leuchten die Laternen wieder:
rote, gelbe, grüne blaue,
lieber Martin, komm und schaue!
Wie die Blumen in dem Garten,
blüh ´n Laternen aller Arten:
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Martin, komm und schaue!
Und wir gehen lange Strecken
mit Laternen an den Stecken:
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Martin, komm und schaue!
Kommt wir wollen Laterne laufen
Kommt wir wollen Laterne laufen,
zündet eure Kerzen an
Kommt wir wollen Laterne laufen,
Kind und Frau und Mann
Kommt wir wollen Laterne laufen,
das ist unsere schönste Zeit
Kommt wir wollen Laterne laufen,
alle sind bereit
Hell wie Mond und Sterne leuchtet die Laterne
Bis in weite Ferne über’s ganze Land
Jeder soll uns hören, kann sich gern beschweren
Diese frechen Gören, das ist allerhand
Kommt wir wollen Laterne laufen,
heute bleibt das Fernsehen aus
Kommt wir wollen Laterne laufen,
keiner bleibt zu Haus
Kommt wir wollen Laterne laufen,
nein wir fürchten nicht die Nacht
Kommt wir wollen Laterne laufen,
das wär doch gelacht
Hell wie Mond und Sterne leuchtet die Laterne
Bis in weite Ferne über’s ganze Land
Jeder soll uns hören, kann sich gern beschweren
Diese frechen Gören, das ist allerhand
Sankt Martin, Sankt Martin,
1. Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.
2. Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an.
„Oh, helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittere Frost mein Tod!“
3. Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zieht die Zügel an,
sein Ross steht still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.
4. Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.